Antworten auf die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden — sortiert nach Leistungsbereich. Was nicht beantwortet ist, klären wir gerne im direkten Gespräch.
Wir sind ein unabhängiges Hygieneinstitut für technische und mikrobiologische Hygiene. Wir prüfen, validieren und qualifizieren raumlufttechnische Anlagen, Trinkwasser-Installationen, Reinigungs- und Sterilisationsprozesse, Reinräume sowie OP- und Aufbereitungsbereiche — und beraten zur Krankenhaus- und technischen Hygiene.
Bionovis besteht seit 2000. In dieser Zeit haben wir über 1.300 Projekte aus Kliniken, Industrie und Forschung erfolgreich abgewickelt. Geleitet wird das Institut von den Geschäftsführern Dipl.-Ing. Danijel Imani und Dipl.-Ing. Manuel Núñez Buratti.
Unser Hauptsitz ist in der Siemensstraße 18 in 35394 Gießen. Wir arbeiten bundesweit — Schwerpunkte sind Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern.
Schwerpunktmäßig Kliniken und Universitätsklinika, Pflegeeinrichtungen, Apotheken mit Sterilherstellung, Pharma- und Reinraumindustrie, Labore und MVZ sowie technische Dienstleister für Krankenhäuser. Grundsätzlich überall dort, wo Hygiene rechtlich oder fachlich nachweispflichtig ist.
Als Institut sind wir nach ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015 zertifiziert. Mikrobiologische und chemische Trinkwasseruntersuchungen führen wir im akkreditierten Bereich gemeinsam mit akkreditierten Partnerlaboren durch — die zugehörigen Berichte sind audit- und behördentauglich.
Die Prüfintervalle hängen von der Anlagenart und der hygienischen Anforderung ab. RLT-Anlagen in Krankenhäusern werden nach DIN 1946-4 in der Regel jährlich geprüft. RLT-Anlagen mit lufttechnischer Befeuchtung oder anderer hygienerelevanter Komponenten unterliegen nach VDI 6022 Hygiene-Inspektionen, deren Frequenz je nach Anlagentyp variiert.
Wir bewerten den hygienischen Zustand aller relevanten Anlagenkomponenten (Ansaugung, Filter, Wärmetauscher, Befeuchter, Schalldämpfer, Kanäle), prüfen Reinigungs- und Wartungszustand, messen Strömungsgeschwindigkeiten und beurteilen die Ergebnisse nach Norm. Wo erforderlich, ergänzen wir mikrobiologische Probenahmen.
Maßgeblich sind insbesondere VDI 6022 (Hygiene-Anforderungen an RLT-Anlagen) und DIN 1946-4 (RLT-Anlagen in Gebäuden des Gesundheitswesens) — ergänzt durch RKI/KRINKO-Empfehlungen für sensible Bereiche.
Großanlagen müssen mindestens alle 3 Jahre auf Legionellen geprüft werden. Bei Überschreitungen oder Auffälligkeiten können kürzere Intervalle erforderlich sein.
Eine systematische Bewertung Ihrer Trinkwasserinstallation zur Identifikation potenzieller Risiken und Schwachstellen. Sie ist nach TrinkwV verpflichtend und muss regelmäßig aktualisiert werden.
Bei Grenzwertüberschreitungen müssen Sie unverzüglich das Gesundheitsamt informieren und Sofortmaßnahmen ergreifen. Wir beraten Sie zu den erforderlichen Schritten und begleiten die Sanierung.
Die Probenahme muss durch geschultes, fachkundiges Personal erfolgen. Unsere Prüfer verfügen über die erforderliche Qualifikation gemäß TrinkwV und VDI 6023.
Ja, wenn Sie über eine Großanlage mit zentraler Warmwasserbereitung verfügen und diese gewerblich oder öffentlich betreiben. Wir prüfen gerne, ob Sie betroffen sind.
Die Erstvalidierung erfolgt nach der Installation. Eine Revalidierung ist notwendig bei wesentlichen Änderungen (z. B. Gerätewechsel, Programmänderungen) oder mindestens alle 12 Monate empfohlen. Zusätzlich sollten regelmäßige Routineprüfungen durchgeführt werden.
Die Kosten hängen vom Umfang ab (Anzahl Programme, Gerätekomplexität, Standort). Für ein typisches RDG mit 2–3 Programmen liegen die Kosten zwischen 1.500 und 3.000 Euro netto. Kontaktieren Sie uns für ein individuelles Angebot.
In der Regel benötigen wir 1–2 Tage vor Ort, abhängig von der Anzahl der Programme und der Gerätekonfiguration. Den genauen Zeitbedarf besprechen wir im Vorfeld mit Ihnen.
Wir benötigen: Gerätedokumentation (Bedienungsanleitung, technische Daten), Installationsprotokoll, verwendete Programme und Beladungsschemata. Sollten Dokumente fehlen, unterstützen wir Sie gerne bei der Beschaffung.
Die Requalifizierungsintervalle hängen von der Reinheitsklasse und dem regulatorischen Rahmen ab. Nach DIN EN ISO 14644-2 werden Reinräume der ISO-Klassen 5 und reiner mindestens alle 6 Monate, Klassen 6 bis 9 mindestens jährlich überprüft. Im EU-GMP-Umfeld (Annex 1) können kürzere Intervalle erforderlich sein.
DIN EN ISO 14644 klassifiziert Reinräume nach Partikelkonzentration (Klassen 1–9) und definiert Prüfmethoden. EU-GMP Annex 1 ist regulatorisch für die Herstellung steriler Arzneimittel — er definiert Reinheitsklassen A–D, fordert eine Contamination Control Strategy und kontinuierliches Monitoring. ISO 14644 ist die technische Grundlage, EU-GMP setzt zusätzliche Anforderungen.
Eine Reinraumklasse beschreibt die maximal zulässige Anzahl Partikel definierter Größe pro Kubikmeter Luft. ISO-Klasse 1 ist die strengste, Klasse 9 die mildeste. In der Pharmaproduktion entsprechen die EU-GMP-Klassen A und B etwa ISO 5, Klasse C etwa ISO 7 (in operation), Klasse D etwa ISO 8 (in operation).
Wir messen vor Ort die Luftströmungsgeschwindigkeit, prüfen die HEPA-Filterintegrität (DEHS-Lecktest), visualisieren das Strömungsbild mit Rauchtest, erfassen die Partikelbelastung und bewerten die Schutzwirkung nach DIN EN 12469. Eine Prüfung dauert typischerweise 2–4 Stunden je Werkbank.
Partikelmessung nach ISO 14644-1, Erholzeit-/Recovery-Test, Filterlecktest HEPA/ULPA mit DEHS nach ISO 14644-3, Strömungsvisualisierung, Luftvolumenstrom und Luftwechselrate, Druckdifferenzmessung, Klima- und Strömungsgeschwindigkeit sowie Prüfung von Sicherheitswerkbänken und Clean Benches nach DIN EN 12469.
So früh wie möglich. Die wirksamsten und wirtschaftlichsten Hygieneentscheidungen fallen in der Projektentwicklungs- und Konzeptphase. Wer Hygiene erst nach Baufertigstellung mitdenkt, bezahlt Nachbesserungen mit hohem Aufwand und teilweise mit Betriebsunterbrechung.
Eine fundierte hygienische Bewertung eines Planungs- oder Bestandskonzepts. Sie prüft Entwürfe, benennt konkrete hygienische Anforderungen und Verbesserungspotenziale und dient als belastbare fachliche Grundlage für Behördenkommunikation, Genehmigungsverfahren und interne Entscheidungen.
Krankenhaushygiene umfasst alle organisatorischen, baulichen und medizinischen Maßnahmen zum Schutz vor nosokomialen Infektionen (z. B. Hygienepläne, Aufbereitungsstandards, KRINKO-Empfehlungen). Technische Hygiene fokussiert auf die hygienisch einwandfreie Funktion technischer Anlagen — vor allem Raumlufttechnik und Trinkwasserinstallationen. Beide Felder greifen ineinander.
Wir erfassen den Ist-Zustand vor Ort — bauliche Strukturen, technische Anlagen, organisatorische Abläufe — und gleichen ihn mit den aktuellen Anforderungen ab. Daraus entstehen eine Schwachstellenanalyse und ein priorisierter Maßnahmenkatalog. Bei der Priorisierung berücksichtigen wir Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit im laufenden Betrieb.
Für alle Einrichtungen, in denen Hygiene rechtlich oder fachlich nachweispflichtig ist: Krankenhäuser, Reha- und Pflegeeinrichtungen, Arzt- und Zahnarztpraxen, ambulante OP-Zentren, Labore und MVZ. Zusätzlich beraten wir Bauherren, Architekten und Fachplaner im Gesundheitsbau sowie Betreiber technischer Anlagen mit hygienischer Relevanz.
Ein spezieller Nährbodenträger wird direkt auf die zu prüfende Oberfläche gedrückt. Vorhandene Mikroorganismen werden übertragen und können anschließend im Labor angezüchtet, gezählt und identifiziert werden. Abklatschuntersuchungen sind eine Standardmethode zur Bewertung der Oberflächenhygiene in Reinräumen, auf Arbeitsflächen und an Geräten.
Bei akutem Verdacht — etwa nach Wasserschäden, sichtbarem Bewuchs oder muffigem Geruch — und im regelmäßigen Monitoring sensibler Bereiche. Wir analysieren sowohl die Luftbelastung (Sporenkonzentration und Gattungen, im Vergleich zur Außenluft) als auch Oberflächenbeläge per Abklatsch- oder Klebefilmprobe.
Die mikrobiologischen und chemischen Trinkwasseruntersuchungen werden im akkreditierten Bereich gemeinsam mit unseren akkreditierten Partnerlaboren durchgeführt. Wir übernehmen die fachgerechte Probenahme, koordinieren den Versand und liefern Ihnen eine nachvollziehbare Befundung — alles aus einer Hand.
Unser geschultes Personal entnimmt die Proben vor Ort unter sachgerechten Bedingungen — abhängig von der Probenart (Oberfläche, Luft, Wasser, Endoskopkanal). Anschließend werden die Proben gekühlt und unter Wahrung der Probenintegrität an das jeweilige Labor transportiert.
Wir prüfen flexible Endoskope (Aufbereitungsergebnis), Reinigungs- und Desinfektionsgeräte (RDG) wie Spül- und Waschmaschinen, Steckbeckenspülgeräte (RDG-F) sowie Desinfektionsmittel-Dosiergeräte auf zuverlässige Einhaltung der Wirkstoffkonzentrationen.
Wir melden uns zeitnah zurück. Bei dringenden Anfragen erreichen Sie uns auch direkt über die Festnetznummer.
Für ein erstes Angebot reichen meist die Eckdaten Ihrer Anlage: Anzahl und Typ der Geräte, Standort, gewünschter Prüfungsumfang und Zeitfenster. Detailpläne und Vorbefunde sind hilfreich, aber kein Muss.
Ja, wir sind bundesweit tätig — Schwerpunkte sind Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern. Für andere Regionen kalkulieren wir Anfahrt und Aufwand transparent vorab.
Standardprüfungen können wir in der Regel innerhalb von 2–4 Wochen einplanen. Bei akuten Befunden oder behördlichen Fristen finden wir kurzfristigere Termine — sprechen Sie uns direkt darauf an.
Wir koordinieren mit Ihrem Haus den Prüftermin, führen die Untersuchung mit kalibrierten Geräten durch und liefern den auditfähigen Prüfbericht in der Regel innerhalb von 10 Werktagen — inklusive Bewertung, Maßnahmenempfehlung und Normbezug.
Wenn Ihre Frage hier nicht beantwortet wurde, melden Sie sich. Wir prüfen Ihre Anfrage und melden uns mit einem passenden Vorschlag zurück.